Immer wieder sonntags

Werbung – unbeauftragt

Hach, irgendwie schaffe ich es gerade nicht öfters als einmal pro Woche zu bloggen. Dabei war die letzten Tage nicht mal gutes Wetter. Heute haben wir den Regentag zum Beispiel in Speyer verbracht, mehr siehe unten dann.

Erstmal bekommt ihr meine neue „Blogger Vase“ zu sehen. Ich nenne sie so, weil wahrscheinlich auch ihr diese schon auf mehreren Blogs gesehen habt. Ja, ich bin sehr anfällig für so etwas. Ich bin der Typ Mensch der Durst bekommt sobald der Cola-Werbespot läuft, ich will sofort zu Ikea wenn die nette Familie in der Werbung die Wohnung neu dekoriert und wenn ich auf Social Media Plattformen Produkte im 50s Style sehe, ja dann muss ich die eben auch sofort haben. Ich zähle damit wohl zu zum perfekten Marketing Kunden.

So oder ähnlich war es eben auch mit dieser Vase. Ich habe sie im Nanu Nana gefunden und sie hat gerade mal knappe 6 Euro gekostet.

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Dasselbe mit der neuen true fruits Sonderedition namens Blindverkostung: zwei-dreimal auf Instagram gesehen und verzweifelt beim Rewe danach gesucht. Ich vermute stark das es auch anderen da draußen so ging, denn sie waren andauernd ausverkauft! Dahinter versteckt sich die weiße Sorte mit Vanille. Sehr lecker. Und nein, das ist kein Werbe Post.

Wie oben geschrieben waren wir heute im Historischen Museum in Speyer in der Titanic Ausstellung. Ich bin ein kleines Fangirl was Titanic Sachen betrifft. Als Kind habe ich mir bereits ein Buch zu den Hintergründen gekauft und meine Welt war zerstört, als ich mit 7 Jahren noch nicht in den Film durfte weil dieser erst ab 12 war. Meine Eltern haben sich das natürlich nicht entgehen lassen und ich durfte den Abend bei Oma und Opa verbringen und war mit meinen 7 Jahren stinksauer. Vor allem weil meine Freundin, die viel älter aussah ins Kino durfte.

Damals geschworen sofort in ein Kino zu rennen, falls dieser Film jemals noch mal kommt habe ich dieses Versprechen vor zwei Jahren eingehalten und bin in die 3D Vorstellung. Wie ihr euch denken könnt hat sich das nur teilweise gelohnt, aber darum gings ja nicht.

Ich kann euch die Ausstellung wirklich nur ans Herz legen. Vielleicht rührt meine Liebe zur damaligen Zeit auch ein bisschen daher. Ich habe mich früher schon in die Kleider der Damen der Ersten Klasse verliebt und heute Original Stücke sehen dürfen: goldene Brillen, Handtaschen, Kristall Karaffen und Kleidung mit Hahnentrittmuster. Alles so gut erhalten, dass man nie darauf kommen würde das diese über 100 Jahre alt sind. Porzellan Teller, welche wie ausgebreitet zum Trocknen auf dem Meeresboden verteilt lagen und genau so geborgen wurden. Flakons welche sogar noch Spuren von Parfum aufweisen und Lederkoffer die noch ganz andere viele Schätze für die Nachwelt bewahrt haben.

Leider gehören auch die Schicksale zu dieser Geschichte: Von über 900 Besatzungsmitgliedern haben gerade mal knapp 200 überlebt. Insgesamt wurden von rund 2.200 Menschen nur ca. 700 gerettet. Verbliebene und Überlebende haben dazu beigetragen uns diese Geschichten erzählen zu können. Noch verbundener fühlt man sich durch die Boarding Karten. Jeder Besucher erhält eine mit einer Person die wirklich Passagier war, detailliert aufgelistet mit Name, Alter, Beruf und Reiseabsichten. Am Ende kann man auf einer riesigen Tafel nachschauen ob man überlebt hat.
Titanic-Boarding-Pass-Ausstellung Titanic-Münze

Ich war Mr. René Aimé Lievens, ein 24 jähriger Belgier der allein nach Detroit reisen wollte um sein Geld mit Feldarbeit zu verdienen. Sein Vater stellte Holzschuhe her und bot ihm den Familienbetrieb an. Er wollte jedoch einen anderen Beruf ausüben und nach der Erntezeit zurück in seine Heimat. Leider kam René nie in Michigan an, denn als männlicher Passagier der Dritten Klasse hatte er so gut wie kaum eine Überlebenschance.

Der Eintritt ist mit ca. 17 Euro nicht ganz günstig, aber doch gerechtfertigt. So erwarten einen nachgebaute Kabinen der Ersten und Zweiten Klasse, ein Café oder in einem Raum einer riesiger Eisberg. Ich habe viele Details erfahren die ich noch nicht kannte, so waren auch einige Deutsche an Bord und Reisende der Ersten Klasse wurden zum Beispiel mit Kirsch Zahnpasta in kleinen Porzellan Döschen ausgestattet. Kein Wunder bei einem umgerechneten Kabinen Preis von heute 80.000 Euro (zumindest bei den beiden Luxus Suiten). Ihr seht, ich bin sehr begeistert…. Wenn ihr das auch teilen wollt, schaut doch mal auf der Webseite vorbei. Vielleicht seit ihr demnächst ja in der Nähe oder findet heraus wo die nächste Tour der Titanic Ausstellung hingeht.

In Speyer ist sie noch bis zum 28.06.15 zu sehen:

http://www.museum.speyer.de/Deutsch/Sonderausstellungen/Titanic.htm

Falls ihr Fragen habt, könnt ihr die gerne in die Kommentare schreiben.

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