Vintaliciously im TV: ZDF neo – ich bin gekommen um zu bleiben

 

Clever abgestaubt

Vintaliciously im TV- Bildrechte: ZDF neo

Vielleicht hat es der ein oder andere schon mitbekommen: Ich war im Fernsehen! Nein nicht bei RTL II, bei ZDF. Jahaaa, genauer gesagt verschlug es mich nach Köln zu ZDF neo.

Alles begann mit einer E-Mail letztes Jahr, in der gefragt wurde, ob ich nicht Lust hätte bei einer neuen TV-Show mitzumachen. Wer mich kennt weiß, dass meine Antwort nicht lange auf sich warten ließ. Nachdem mein Auftritt bei Shopping Queen leider durch Umstände wie meine Ex-Vermieter nicht sein sollte, habe ich mich natürlich tierisch gefreut.

Doch dann kam erst mal Ernüchterung: Es handele sich um ein Quiz und ich sollte für eine/einen Partner/Partnerin sorgen. Mir war klar, okay das wird nichts. Fürs Shopping Queen hatten sich da irgendwie mehr Leute als freiwillige Begleitung gemeldet. Versteh ich gar nicht.

Also eine schnelle pro forma Frage an die liebe Agentur-Ansprechpartnerin geschickt, ob ZDF mir nicht einen Partner zur Verfügung stellen könnte. Nein das ginge nicht. Nachdem whats-app schon heiß lief und jede infrage kommende Person angebettelt wurde, gab ich langsam auf. Ich hatte bereits ein Telefoninterview hinter mir und noch ein Wochenende bis ich jemand gefunden haben musste der mit seinem enormen Allgemeinwissen alle in den Schatten stellt, telegen ist und mit dem ich mich bestenfalls sehr gut verstehe.

Auf der heimischen Weinwanderung sagte mir dann meine Freundin, dass sie mitgehen würde, wenn sich keiner meldet. Mir zuliebe. Ist das nicht süß? Ich meine, gut vielleicht lag es auch am Wein, aber ich war erstmal glücklich. Die Quizzerin stand also fest. Ich nahm im Übrigen die Rolle der Sammlerin ein.

 

Da springt er mitten beim Essen auf in der Kantine, nur damit wir noch ein Selfie bekommen <3

Die Regeln von Clever abgestaubt

Es treten 3 Teams gegeneinander an. Dabei hat jeder seine zugewiesene Rolle als Quizzer und Sammler. Die Sammler sorgen dafür die Antiquitäten, welche sie als am wertvollsten empfinden für die Team-Sammlung herauszusuchen, während der Quizzer die Allgemeinfragen beantworten muss. Die Gegenstände können hierbei einen Wert von 0 bis 3.000 Euro haben.

In der ersten Runde muss jedes Team seine Sammlung aufbauen, dabei zählt Qualität nicht Quantität. In der zweiten Runde darf dann auch von den anderen Teams „geklaut“ werden.

Das Team was am Ende die Sammlung mit dem höchsten Wert hat, darf sich für eine Antiquität daraus entscheiden und das Finale bestreiten. Dabei haben sie auch immer die Möglichkeit noch zu pokern und sich für das Überraschungsobjekt zu entscheiden. Der reale Gegenwert des Gegenstandes ist dann ihr Gewinn.

 

Das Original ist im Übrigen von BBC und heißt „For What It´s Worth?“

 

Nachdem meine Freundin Giuliana auch ihr Telefoninterview absolviert hatte, kam das Vorstellungsvideo. Oh Gott, das Video. Vielleicht kommt es irgendwann an die Öffentlichkeit, aber freiwillig zeige ich es euch nicht. Kleine Hintergrundinfo: Nachdem wir ca. 30 Videos abgedreht hatten und abwechselnd meine oder Giulianas Augenbrauen machten was sie wollten, wir sämtliche Fragen vergaßen oder die geforderten 3 Minuten überschritten – hatten wir es endlich geschafft. Geschafft mit Migräne (ich) und viel Sekt (sie). Muss wohl gereicht haben, denn kurz vor Weihnachten kam die Info, dass wir dabei wären!

 

Ich glaube das war der Zeitpunkt wo meiner Freundin bewusst wurde, Mist, ich muss wirklich ran. Ich muss ins Fernsehen.

Joooa, zu spät Giuliana.

 

Der Weihnachtsurlaub wurde mit Büffeln von Antiquitäten Sendungen und Quiz-Duellen verbracht. Und bei mir mit Vorfreude. Bei Giuliana wohl eher nicht.

Ende Februar ging es am Tag zuvor nach Köln. Ich war noch nie in Köln, weshalb es umso schöner für mich war. Weniger schön war das Aufstehen am nächsten Morgen um 05 Uhr. Ja ihr hört richtig. Giuliana war sehr froh, dass wir Einzelzimmer hatten. 7 Uhr holte uns der Fahrer bereits ab. Ich weiß ja nicht ob ich eine Ausnahme bin, aber 2 Stunden fürs Fertigmachen und Frühstücken reichten mir gerade so. Und rucki, zucki saßen wir auch schon in einem Wartezimmer auf dem Studio Gelände. Viele müde Augen, nette Teams und ein sehr sympathisches Produktionsteam begrüßten uns. Alle Handys mussten fairerweise abgegeben werden, damit sich niemand einen Vorteil schaffen kann.

Insgesamt waren wir 7 Teams, eins davon war ein reines „Notfallteam“. Wir anderen 6 durften dann erstmal Lose ziehen um gerecht zu entscheiden wer mit wem in welcher Folge sein wird und wer an welcher Position sitzt. Wir waren so froh, als wir im Studio die Sitzplätze sahen. Achtet später mal darauf, hätten wir in der Mitte sitzen müssen, hättet ihr vermutlich nur unsere Augen gesehen 😀

Während neben meiner Freundin auch langsam alle anderen in die Maske geboten wurden, rief mich irgendwie niemand auf. Kann gut oder schlecht sein. In meinem Fall empfanden sie mein Make-Up wohl schon als ausreichend. Parallel wurden unsere Outfits begutachtet. 3 verschiedene sollte jeder mitbringen, dabei war darauf zu achten, dass kein auffälliges Logo oder Muster enthalten sollten. Das geht ja noch, aber man wägt ja nicht nur das ab. Nachdem ich feststellte, dass kaum ein Kleid in meinem Schrank fernsehtauglich war oder mich eventuell hätte unvorteilhaft aussehen lassen können, wurde schnell der nächste Online-Shop angeklickt. So sollte mein Wunsch-Outfit ein rosanes Lindy Bop Kleid im 50er Jahre-Schnitt werden. Das passende Hütchen gab es von der lieben Carolina von jazzafine.

Ein Problem stellte dann vorerst mein Schwitzen dar. Nein, nicht was ihr jetzt denkt. Ich neige nur zu Hitzewallungen und meine Strickjacke ergänzte sich da eher weniger gut. Und da kam plötzlich die erwartete Seriosität auf die ich beim ZDF nur wartete: „Das ist eventuell zu nackig, frag noch mal im Studio direkt nach“. Gesagt, getan und ich durfte sie zum Glück auslassen.

Unser erster Dreh war im Antiquitätenraum. Dort waren alle Gegenstände aufgebaut mit jeweils einem kleinen Beschreibungsschild, wo nicht mehr darauf stand wie z. B.: „Schmuck“. So liefen wir nun alle ab, begutachteten sie und sagten gefühlt zu jedem wie alt es doch sei. Nach 12 Gegenständen weiß man wirklich nicht mehr was man bei jedem gesagt hat. Dann gab es noch ein paar Schnittbilder – Insider Nr. 2, komme ich später dazu. Wir berieten uns kurz, was das teuerste und günstigste Objekt sein könnte und gingen wieder zu den anderen warteten Teams.

Bis zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch immer nicht wer der Moderator sein sollte. Genauso schnell stand er dann vor uns: Steven Gätjen, groß, bodenständig und sehr nett. Er setzte sich zu uns und wir unterhielten uns etwas. Die Nervosität nahm bei manchen langsam überhand. Ich hingegen war wieder ganz Killer (wie mein Mann zu sagen pflegt).

Es hat total Spaß gemacht, ich könnte das tatsächlich öfters machen.

 

Fazit von einem TV-Neuling:

  • Man sieht gar nicht so viel dicker aus.
  • Wer morgens um 05 Uhr aufsteht benötigt besonders viel Schminke.
  • Altdeutsch noch mal üben.
  • Kleider eignen sich zum Verkabeln eher weniger.
  • Gegen 3 Lehrer hat man einfach keine Chance.

 

Jetzt ist der Beitrag doch um einiges länger geworden. Ich hoffe ihr seid noch nicht eingeschlafen. Wer noch wach ist und noch nicht in den Genuss kam, in der Mediathek könnt ihr noch mal die ganze Sendung sehen:

https://www.zdf.de/show/clever-abgestaubt/clever-abgestaubt-vom-28-april-2017-100.html

 

Um noch schnell Insider 2 aufzuklären: Meine Händen wurden sehr oft im Antiquitätenraum gezeigt, auch wenn ich gerade gar nicht am Gegenstand war.

Schreibt mir doch gern in die Kommentare, falls ihr Fragen habt!

 

 

 

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