Hutliebe

pillbox hut

Eine ganze Jahreszeit ist her als ich Karen, das Gesicht hinter Tate Millinery auf dem Sommerfest in Frankfurt kennenlernte. Ich habe den letzten Tag mit wundervollem Herbstwetter und Sonnenschein genutzt und ein paar Bilder für euch festgehalten. Direkt zwischen den Weinbergen mit 3 Hütchen von ihr…

Tate Millinery

Seit 2014 fertigt sie Hüte und lässt sich für ihre Kreationen die den 20er-50er Jahren angelehnt sind, von alten Filmen und Bildern inspirieren. Solche Hutmodelle findet man leider heutzutage wenig von der Stange, deshalb begann sie selbst Hüte zu designen. Dabei findet man bei ihr diverse Modelle: vom Cloche, Filzhut, über das typische Cocktail-Hütchen oder dem sommerlichen Strohhut. Auch Sonderanfertigungen wie z.B. kleine Hochzeitshütchen oder Fascinator findet man bei ihr. Die Männerwelt wird bei ihr garantiert auch fündig: Schiebermützen die an die Serie Peaky Blinders erinnern oder die sogenannten Driving Caps haben es auch in ihren Shop geschafft.

Mein Lieblings-Hutmodell ist dabei immer noch der Pillbox-Hut. Benannt ist er nach dem ebenerdigen Bunker aus dem 2. Weltkrieg, er ist eine typische Hutform der 50er Jahre und sehr schick. Eher flach, aber meistens auch rund und besonders geeignet für festlichere Anlässe. Bekannt gemacht hat das Modell die berühmte Jackie Kennedy. Wer den typischen Look noch perfektionieren möchte, kombiniert ein Kostüm und eine Sonnenbrille mit großen dunklen Gläsern dazu. Es wird meist mit halb hochgesteckten Haaren getragen, da man ihn am Hinterkopf oder auch gerne seitlich trägt. Besonders weiblich sieht er aus, wenn er mit einer kleinen Schleife geschmückt ist – wie das hellblau/graue Modell von Tate Millinery.

Tate Millinery Strohhut

Kleiner Strohhut

Tate Millinery_2vintage hut

Diverse Hutmodelle helfen Karen ihre Hüte zu entwerfen. Sie selbst bezeichnet sich als „Filzmädchen“. Dafür bedampft man den Filzhut und zieht ihn über die entsprechende Rundform. Nachdem er getrocknet ist kann er nach Herzenslust „garniert“ werden. Strohhüte werden hingegen feucht gemacht und anschließend in Form gestrichen. Natürlich sind auch Sonderanfertigungen möglich.

Wer sich lange an seinen Hüten erfreuen möchte, sollte darauf achten sie gut zu verstauen. Am besten geht dies mit einer Hutbox. Der Kopfteil sollte dabei möglichst zusätzlich mit etwas Papier ausgestopft werden. Hüte sind übrigens kein Regenschutz, Wasser vertragen sie nur bis zu einem gewissen Grad. Verschmutzungen reinigt man normalerweise einfach durch Abbürsten.

Vintage Hut Modelle

Bildquelle: Tate Millinery

Hutmodelle

Bildquelle: Tate Millinery

Warum sehen wir auf den Straßen eigentlich nur noch so wenig Hüte? Weder Karen noch ich können uns das erklären, schließlich waren Hüte Jahrhunderte nicht wegzudenken. Sie galten mit als wichtigstes Accessoire, dennoch trauen sich heutzutage nur noch wenige Damen und Herren mit Hut aus dem Haus.

Deshalb zum Abschluss ein paar Worte von Karen:

Liebe Damen, traut Euch, wieder Hut zu tragen. Ein Hut ist die perfekte Ergänzung für ein Outfit. Es komplettiert und macht die Trägerin zu etwas Besonderem. Frauen, die Hut tragen, wirken nach außen stets selbstbewusst und weiblich. Wer noch nie Hut getragen hat, fängt am besten klein oder „normal“ an. Aktuell sind Floppy Hats, Fedoras und Bowler in der Modewelt so angesagt, dass man damit kaum mehr auffällt. Für die Vintage-Damen gilt eher die Empfehlung: Fangt mit den kleinen Hütchen an, den Fascinators und steigert Euch dann zu den richtigen Hüten.

Wer sich jetzt fragt „Welche Hüte stehen mir eigentlich am besten und was für ein Hutgesicht habe ich?“, die schauen sich am besten die Blogger-Hutparade an:

Schmale Gesichtsform: Vicky von Vintagemädchen

Längliche Gesichtsform: Danni von Miss Twinkle

Runde Gesichtsform: Julia vom Salon LaBizarre

Eckige Gesichtsform: Franka von Ladies&Gents

Ovale Gesichtsform: Marina von mein vorgestern.

 

Karens dawanda Shop findet ihr hier: Tate Millinery

 

 

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